Gute Vorsätze – und schon gibt’s was zu tun…

Jeder kennt sie – jeder plant sie – jeder nimmt sie sich vor: Die guten Vorsätze fürs neue Jahr. Fehlt nur noch die benötigte Zeit, diese auch umzusetzen.

Es bleibt an dieser Stelle nur zu eines zu sagen: Es gibt für 2012 viele neue Ideen, neue Pläne und noch mehr zu tun!

KNOCKDOWN.EU wird in Kürze fertig sein und Euch Kampfsportartikel aller Art bieten;
darüber hinaus gibt es demnächst Outdoor- & Survival  Produkte für alle, die sich für 2012 vorgenommen haben Mutter Natur wieder besser kennenzulernen.

Auch ein paar Reisen werden wieder folgen, nur leider wird es den Blog, so wie er jetzt existiert, nicht mehr lange geben. Zu viele Hacker-Angriffe und “Bugs” in der alten Software haben das System hinter diesen Seiten durcheinander gebracht – daher werde ich mir ab der nächsten Reise die Zeit nehmen, hier noch einmal ordentlich umzustrukturieren.

Also auf in ein arbeitsreiches 2012!

Zurück in Arjeplog

“Wir begrüßen Sie auf unseren Flug von Hannover nach ()/&%%… ähm…”, ein kurzes Knacken in der Leitung und der Pilot verweigert uns die Info, wo es denn wohl hingeht… (??). Ein Lacher geht durchs das kleine Flugzeug von Air Berlin, nur zum Teil gefüllt mit Ingenieuren, KFZ-Technikern und… uns!
Auch wir müssen schmunzeln… da meldet sich doch nochmal der Pilot zu Wort: “Naja, jedenfalls fliegen wir nach Nordschweden…(..)” Die Lacher werden lauter, dann röhren auch schon die Motoren auf und es geht los. Nach: …Nordschweden :-P

Und wieder hat es uns nach Arjeplog verschlagen – in die Stadt der Autotester.
Der Winter hält hier jedoch ungewöhnlich spät Einzug. Erst vor einigen wenigen Tagen hat es angefangen zu schneien und die großen Seen sind noch nicht einmal annähernd zugefroren. Viele Autotester sind zwar schon da, jedoch verschiebt sich wohl die Hauptsaison um einige Monate.

Für uns diesmal aber nicht allzu schlimm, sind wir doch diesmal “nur” hinter Landschaftsaufnahmen und Rentieren her.
Und davon haben wir bereits wieder einige gefunden.
Ca. eine Stunde Fahrt von Arjeplog finden wir das “Sami Center” – hier können Besucher auf Samen-Art in dereren traditionellen Behausungen unterkommen, an Wildnis-Touren teilnehmen oder mit Rentieren umgehen.
Hier hab’ ich doch glatt “JEMANDEN” gefunden… ;-)


Morgen geht’s zum Rentierführerschein, ca. 4 Stunden Fahrt vom Hotel entfernt.

Letzter Tag in Petra – Zu Gast im Beduinen-Haus

21.03.2011 – Letzter Tag in Petra

Wenn mich eins beeindruckt, dann sind es Menschen und Tiere mit aussergewöhnlichen Geschichten.
Eine nahezu unglaubliche Geschichte erfahre ich an diesem Abend.

Zum Abschied treffen wir uns noch einmal mit Fred und nehmen uns gegenseitig das Versprechen ab und wiederzusehen.
Anschließend sind wir bei einer Beduinen-Frau zum Abendessen eingeladen, die wir am Nachmittag bei Dreharbeiten kennengelernt haben.
Hannan ist 28, geschieden und lebt allein mit ihrer Mutter in einem der vielen kleinen Einzimmer-Häuser im Dorf.

Sie war die einzige, die wir vor der Kamera interviewen konnten und auch sonst scheint sie uns offener gegenüber zu treten als die anderen.

Hannan, oder “Hanna”, wie sie uns der Einfachheit halber anbietet, kocht ein wunderbares jordanisches Gericht mit dem lustigen Namen “Upside Down”.
“Maqluba” – so der jordanische Name – ist ein Reisgericht mit Huhn, Gemüse und Yoghurt. Alles zusammen in einer riesigen (Fr)Ess-Schale.

Jeder um diese monströse Schale herum bekommt einen Löffel in die Hand, dazu einen Becher mageren Yoghurt und eine Schale kleingeschnittener Paprika, dann geht’s los.
Man isst … bis man platzt… bzw. kurz davor steht – man möchte der fleißigen Gastgeberin ja nicht den Gästeraum versauen. :-P

Ein richtig leckeres Gericht, was ich jedem nur weiter empfehlen kann.

Am meisten beeindrucken mich jedoch Hannans Englischkenntnisse.
Als hätte sie die Sprache in der Schule gelernt, spricht sie mit uns im perfekten Englisch über allgemeine Themen, über den erfolgreichen Drehtag und ihr Leben in Petra.

Als sie jedoh erwähnt, niemals eine Schule besucht zu haben, haut es mich beinahe aus den Socken.
Rein durch Zuhören und Nachahmen der Touristen hat Hannan diese Sprache gelernt.
Ganz ohne Lehrer, Übersetzer, ganz ohne Hilfe.

Unmöglich – denke ich. Wie kann man nicht nur fremde Vokabeln, sondern auch die Grammatik so perfekt lernen??

Aber nicht nur das – Hannan kann sogar einige Brocken Französisch, Spanisch… und sogar Deutsch.
Unglaublich aber wahr.

Der Wortschatz der englischen Sprache ist größer als der jeder anderen Sprache. Das beruht darauf, dass der Wortschatz „doppelt“ ist, mit teils germanischen und teils romanischen Wörtern (seit der normannischen Eroberung Englands im 11. Jahrhundert).
Das umfangreichste Wörterbuch der Welt, Oxford English Dictionary, hat 500 000 Stichwörter, aber in Wirklichkeit gibt es viel mehr, da stets neue dazukommen.

Kurz gegoogelt: Der zentrale Wortschatz der englischen Sprache umfasst ca. 15 000 Wörter.
Wenn man diese beherrscht, versteht man angeblich ca. 95% aller englischen Texte und Gespräche, kann also die meisten Sprachsituationen beherrschen.

Hannan meint, sie habe mit 14 angefangen, die Sprache “sprechen zu wollen”.
Das heißt, sie “lernt” die Sprachen nun seit 14 Jahren. Ohne Lehrer, ohne Hilfe.

Heißt theoretisch: Hannan lernt jeden Tag mindestens 3 neue Wörter einer Sprache.

Aus der Schule und aus eigener Erfahrung wissen wir eine psychologische These weitgehend zu bestätigen:
Vom Hören behält der Mensch ca. 20% eines Textes. Wie vielen Gesprächen muss Hannan also gelauscht haben.

Eine beeindruckende Leistung, die mich wohl noch lange beschäftigen wird.

„Sag mir’s – und ich vergesse.
Zeig mir’s – und ich erinnere mich vielleicht.
Hör mir zu – damit ich’s behalte.
Lass es mich tun – und ich weiß es fur immer.“

Mobile Mosque – Suren aus der Dose

Mobile Mosque – Suren aus der Dose

Oder: Der Koran to Go

Im aktuellen Geo Special zum ersten Mal gelesen und für Quatsch gehalten – jedoch bin ich nun eines besseren belehrt!
Es gibt ihn doch! Den Mini-Koran!

Entweder auf dem Rücksitz liegend oder vom Rückspiegel baumelnd findet man ihn meistens in einem Taxi, aber auch in normalen PKWs.
In einer reich verzierten Holzdose liegt der kleine “Koran To Go” und wartet auf seinen Einsatz.

Pünktlich zur Gebetsstunde fährt man dann einfach kurz rechts ran – und schon gibt es Suren aus der Dose. Vorausgesetzt der Fahrgast hat’s nicht so eilig.
Ideal also für den Einsatz im alltäglichen Stau, geradezu perfekt für den vielbeschäftigten Muslim.

Jetzt fehlt nur noch eine “Mobile Mosque” – eine mobile Moschee, quasi zum Mitnehmen – ähnlich wie der Sonntagsgottesdient im deutschen Rundfunk und Fernsehen.

Into Petra

19.03.2011 – Into Petra

50 Dinar – das Schild mit den Eintrittspreisen zu Jordaniens berühmter Wüsten-Stadt ist das erste, was man von den alten, in den Sandstein gehauenen Stadtteilen sieht. Tagesbesucher, ohne eine Hotelbleibe, zahlen 90 Dinar.

Stolzer Preis – ob er hält was er verspricht?
Direkt hinter dem Eingangstor warten Guides und Pferde auf die vielen lauffaulen Touristen, die bereits gegen 8.00 Uhr morgens die Stadt stürmen.

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Wir begleiten zunächst Cowboy Fred bei seiner täglichen Arbeit und schmeißen uns danach selbst ins Getümmel.
Immerhin habe ich Petra selbst noch nie gesehen, kenne nur das berühmte Schatzhaus, was schon in Filmen wie Indianer Jones und Transformers als beliebtes Motiv galt.

Gift Shops preisen Souvenirs aller Art an und laut rufen die Guides nach den vorbeiziehenden Menschenhorden.
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Von den Nabatäern erbaut ist Petra – oder auf arabisch “Al Batrà” – in den vielfarbigen Felsen des Wadi Musa versteckt. Hinter einer gigantischen Schlucht, dem “Siq”, durch die auch schon die Römer marschieren mussten, wartet die erste große und berühmte Attraktion.
1,3 km sind es bis zum “Khazne al-Firaun”, dem Schatzhaus. Ein unglaubliches, aus dem Felsen gehauenes Wunderwerk.

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Jeweils an den Wänden des Siq sieht man heute noch die Wasserläufe, einen fürs Getier, einen fürs GeMensch, die Petra damals zum Verhängnis wurden. Lange floß das Wasser bis in die Stadt hinein – ein Meisterwerk der Ingenieurskunst, dann kamen die Römer und kappten die Leitung.
Nach nur elf Tagen fiel Petra.

am Schatzhaus vorbei gehen wir noch bis ins “Basin”, auf dem Weg dahin sehen wir weitere beeindruckende Felshöhlen. In einige wagen wir uns – der Aufstieg über zahlreiche Stufen ist mit Kameraequipment nicht ganz einfach.
Nach mehreren Stunden Arbeit und Schlepperei wollen die Beine nicht mehr so, wie sie sollen, daher sparen wir uns auch den Weg zum Opferplatz und weiteren Sehenswürdigkeiten.
Auch der stolze Preis pro Esel (der uns unsere Last abnehmen soll) von 50 JD (Jordanische Dinar) lässt uns danked ablehnen. Ein anderes Mal.

Trotzdem bekommen wir einige klasse Bilder fürs Privatarchiv.
Dann geht es auch schon zu unserer Verabredung mit Imahd, einem jungen Mann aus dem Dorf, der selber Pferde besitzt und in der hiesigen Tierklinik arbeitet.
Er und sein Bruder nehmen uns mit auf einen Hügel neben der Stadt. Von hier kann man den Siq sehen und die beeindruckende Landschaft um uns herum.

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Ein kleines Lagerfeuer erhitzt das Teewasser – dann machen wir uns schon auf den Heimweg.

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Abends beenden wir den Tag zusammen mit unserem neugewonnenen Freund Fred mit einem gemeinsamen Abendessen und einem Bier in der Hotelbar.
CORONAAA! ;-)

Anbei der erste Trailer zum Jordanien-VLOG: